Teil 3: Auf der Pontebbana zurück in die Berge:
Das Sahnestück des Alpe-Adria-Radwegs
Triest – Grado – Udine: Fährromantik und im Flow durch die Geschichte
Früh am Morgen geht es zum Hafen: Die Fähre bringt uns in gut einer Stunde nach Grado, der Laguneninsel und dem offiziellen Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs. Nach einem kurzen Frühstück mit Kaffee und Croissant starten wir die Tour in Gegenrichtung.

Die Strecke führt über einen fünf Kilometer langen Damm mitten durchs Meer, während sich in der Ferne bereits die Silhouette der Alpen abzeichnet.

Die Etappe ist flach, und ein sanfter Rückenwind schiebt uns vom Meer in Richtung Berge. Radfahren im puren Flow! Bei Kilometer 12 machen wir Halt an der beeindruckenden Basilika von Aquileia. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt nicht nur durch ihre Mosaikfußböden aus dem 4. Jahrhundert.



Ein weiteres Highlight wartet bei Kilometer 30 mit der Festungsstadt Palmanova. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts mit einem einzigartigen, neunzackigen Sternengrundriss angelegt.

Nach einer entspannten Mittagspause auf dem riesigen sechseckigen Platz im Zentrum rollen wir die zweite Hälfte der 60 Kilometer locker ab und erreichen am frühen Nachmittag unser Ziel Udine.


Udine – Venzone: Abschied vom Tiefland und Bergluft schnuppern
Beim Aufsatteln überraschen uns tatsächlich ein paar vereinzelte Regentropfen – die ersten der Tour, aber viel zu wenig für die Regenkleidung. Die ersten 15 Kilometer durch den Stadtverkehr von Udine erfordern volle Konzentration auf Navi und Verkehr, doch schon bald ändert sich die Kulisse und wir genießen den Ausblick auf die Berge.

Während sich die Wolken langsam verziehen, kommt die Sonne kommt und die Alpen rücken immer näher. Es ist faszinierend: Gestern sind wir noch auf dem Meer geschippert und heute schon wieder mitten in der Bergwelt.
Die letzten Kilometer führen uns auf einer ehemaligen Bahntrasse direkt zu unserem Etappenziel: einem wunderschön gelegenen Pferdehof im Grünen vor den Toren von Venzone.

Venzone – Tarvisio: Das Bahntrassen-Sahnestück „Pontebbana“
Heute steht der Abschnitt auf der Pontebbana an – eine ehemalige Bahnstrecke und das absolute Sahnestück des Alpe-Adria-Radwegs. Da wir die Route in umgekehrter Richtung bergauf fahren, waren wir gespannt.

Aber Dank der bahntypisch moderaten Steigung von selten mehr als 2,5 % rollt es sich auf den knapp 60 Kilometern und 800 Höhenmetern extrem entspannt. Zudem tut die Abkühlung auf 25 Grad nach der Mörderhitze der letzten Tage richtig gut.

Die Strecke ist spektakulär: Über 20 lange Tunnel und unzählige Brücken säumen den Weg, links und rechts flankiert von den steilen Wänden der Julischen Alpen. Am alten Bahnhof von Chiusaforte, der zu einer gemütlichen Bar umfunktioniert wurde, legen wir eine Cappuccino-Pause zwischen hunderten anderen Bikern ein.

Am Nachmittag erreichen wir gut gelaunt den Wintersportort Tarvisio. Das Hotel vor Ort ist zwar überteuert und der Ort trubelig, aber für eine Nacht geht es.
Morgen verlassen wir den Alpe-Adria-Radweg wieder für neue Abenteuer in Slowenien!
Sorry, technisch bedingte Aufzeichnungsunterbrechung
Wie es weitergeht, erfahrt Ihr hier:


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